Schwere Ausschreitungen bei Multikulti-Eritrea-Festival in Gießen (+Videos)

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Die Polizei musste mit großem Aufgebot anrücken. Wieder gab es Gewaltausbrüche und Verletzte beim Eritrea-Festival in Gießen. Bild: Screenshot Youtube

Von Niki Vogt

Wieder einmal darf in Gießen das Eritrea-Festival stattfinden. Obwohl bekannt ist, dass es dabei zu Gewalt, Sachbeschädigung und schlimmer Randale kommt (man stelle sich einmal vor, was passieren würde, wenn das ein AfD-Fest wäre oder die Identitären so eine Feier mit solchen Gewaltausbrüchen veranstalten würden).

Alle Jahre wieder: Die Spannungen aus Eritrea – live in Germany

Im letzten Jahr fand das Festival in den Hessenhallen statt. Die Eingangsfront der Hessenhallen sahen aus wie nach einem Krieg, und das war es auch. Hundert Afrikaner überfielen die Besucher des eritreischen Kultur-Festivals mit Eisenstangen, Stöcken, Steinen und Messern. Es gab 33 Verletzte. Das war aus dem Polizeibericht zu entnehmen. Der Bericht machte keine Angaben über Identität und Herkunft der Angreifer. Die Presse schrieb – politisch korrekt –  von „Unbekannten“, die das Festival attackierten. Auch nach dem Ende des Konzerts kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Die Stadt Gießen und die Polizei verurteilten die Gewalt „aufs Schärfste“, stellte der Bürgermeister Alexander Wright fest. Das Bedauern der „Unbekannten“ über ihren Gewaltexzess dürfte sich in Grenzen gehalten haben.

 

Unter den Verletzten befanden sich viele Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und sieben Polizisten. Auch unter den Besuchern der Veranstaltung des eritreischen Konsulats wüteten die Täter. Diese Veranstaltungen gibt es seit 2011 jährlich – und sie ist schon genauso lange sehr „umstritten“. Kritiker der Veranstaltung sehen darin „Propaganda des eritrischen Regimes“. Die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete von Protesten im Vorfeld, die sich insbesondere gegen den „Stargast“: Der Dichter Awel Said. Der macht mit Videos von sich reden, in denen er in Militäruniform und Barett auftritt und seine Gedichte vorträgt, während marschierende Soldaten mit Waffen und Militärfahrzeuge gezeigt werden.

Es ist den deutschen Behörden auch bekannt, dass das Festival eine Zusammenkunft der Regierungsanhänger von Eritrea ist, eine Regierung, die als eine der weltweit brutalsten gilt. Umso emsiger unterstützt die eritreisch Regierung diese Veranstaltung, lässt Musikgruppen und hohe Würdenträger, auch aus dem Militär einfliegen- Es gibt Kinderprogramme, aber auch politische Diskussionsrunden. Die Eritreer, die m Ausland leben, müssen bei der Stange gehalten werden, denn sie sind wichtige Inverstoren für das Land, das sein zwanzig Jahren wegen seiner Diktatur unter Embargos aller Art leidet. Mehr als eine halbe Million Menschen sind aus dem Land geflohen, Tausende Kinder und Jugendliche damit. Für ein Land mit 3,6 Millionen Einwohnern ein ungeheurer Verlust. Umso wichtiger sind die Unterstützer der Regierung, die aber oft auch nicht mehr die Jüngsten sind. Daher versuch die eritreische Regierung, gerade die Jugend und Kinder dieser Familien mit viel Aufwand an sich zu binden.

Während die Welt die Machthaber in Eritrea verdammt, entsendet die Linke jedes Jahr Abgeordnete zu dem Festival, während die anderen Fraktionen im Landtag dem Festival grundsätzlich fernbleiben.

Wie jedes Jahr stehen Eritreer, die gegen diese Selbstdarstellung des Regimes protestieren. Erst hält man seinen Protest auf Schilder gemalt hoch, dann lösen sich die Gewalttäter von der großen Gruppe und schlagen alles kurz und klein, gehen auf die Mitarbeiter der Hilfsorganisation los und ihre eigenen Landsleute, die auf der Seite der Regierung stehen. Und auf die Polizei. Letztes Jahr mussten die Besucher und die Polizei sich in den Hessenhallen vor dem Mob verbarrikadieren. Es gab Verletzte.

Verletzte Polizisten und wilde Randale auch dieses Jahr

Während des schon lange umstrittenen Eritrea-Festivals in Gießen kam es auch dieses Jahr laut Polizeiangaben zu Gewaltausbrüchen sowie „massiven Angriffen“ gegen Einsatzkräfte. Mindestens 22 Beamten wurden verletzt.

Die Randalierer warfen Steine und Flaschen, es kam zu Schlägereien, Rauchbomben wurden gezündet, Absperrzäune wurden eingerissen. Die Beamten setzten ihrerseits Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Ein Wasserwerfer war in Bereitschaft. Mindestens 60 Menschen wurden verhaftet, 120 kurzfristig festgesetzt, etwa 50 Platzverweise wurden erteilt.

 

Steine und Flaschen wurden auf vorbeifahrende Autos geworfen und Kreuzungen blockiert. Auch Rauchbomben sollen geflogen sein. Die Polizei beschreibt die Situation als „dynamisch“ und empfiehlt den Bürgern, das Stadtgebiet zu meiden und „weiträumig zu umfahren“. Videos, die uns Menschen zur Verfügung gestellt haben, zeigen die Situation vor Ort. Bemerkenswert: Erst am Freitag hatte die Polizei Mittelhessen noch getwittert, dass es keine Gefahrensituation in Gießen gebe. Es lägen keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung der Gießener Bevölkerung vor. Meldungen, dass man das Stadtgebiet am Wochenende weiträumig umfahren solle, wurden als „Gerüchte“ und „Falschmeldungen“ betitelt. Es wurde zudem an die Bevölkerung appelliert, solche Falschmeldungen nicht weiterzuverbreiten.

Obwohl die Erfahrung der letzten Jahre deutlich macht, dass die Ausschreitungen der Regimegegner der eritreischen Regierung den Gewaltlevel beständig erhöhen, wurden erst dieses Jahr die Polizeivideos der Vergangenheit gesichtet, ausgewertet und von Dolmetschern übersetzt.

Allein anhand der Auswertungen der Videos der letzten Nacht sollte jedem „an der Basis klar gewesen sein, dass es heute knallt“, ließ sich ein an den Einsätzen beteiligter Polizist zitieren.

 

Nun sollen 6000 Polizisten in Gießen bis Sonntagnacht für Sicherheit sorgen. Wasserwerfer, Lautsprecher und Helikopter kreisen über dem Schlachtfeld, Drohnenaufnahmen zur Identifizierung der Täter werden gemacht. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung. Die Polizei riet, das Stadtgebiet weiträumig zu meiden. Selbst unbeteiligte Autofahrer wurden bedroht, Autos beschädigt. Die Stimmung war bereits in den sozialen Netzwerken aufgeheizt worden. Die Polizei warnte vor Falschmeldungen, etwa dass es zu Toten unter Teilnehmern einer Störaktion gekommen sein soll.

2.500 Besucher werden noch erwartet

Die Veranstalter rechnen für Sonntag mit etwa 2.500 Besuchern. Einem Verbotsantrag des Festivals durch die Stadt wurde vom Gießener Verwaltungsgericht und dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof nicht statt gegeben.

Das bedeutet mal wieder Sonderdienst für unsere Polizei über das ganze Wochenende mit der Lotterie zu den Kollegen zu gehören, die dann einen schicken Krankenhausaufenthalt gewinnen, mit Prellungen, Schlagwunden, Verbrennungen, Knochenbrüchen … und all das, weil wieder verschiedene ethnische Gruppen oder Regimegegner gegen Regimeunterstützer irgendeines Landes aufeinander losgehen. Warum muss das eigentlich sein. Wer hier in Deutschland Schutz sucht und ihn erhält, soll bitteschön seine heimischen Feindschaften dort und nicht hier auf dem Rücken der deutschen Bürger und insbesondere nicht auf den Knochen unserer Polizisten austragen.

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Dem seit 30 Jahren mit einer Übergangsregierung herrschenden Präsidenten Afewerki wirft die UNO im äthiopischen Bürgerkrieg (bis November 2022) schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

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