# Klimaerwärmung: Kamtschatka unter Schnee begraben

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Bild: Pixabay, gemeinfrei

von Niki Vogt

Dieser Zipfel da oben ist Kamtschatka (Bild: Pixabay), der Pfeil ist von mir.

Weiß jemand von Ihnen, liebe Leser,  wo Kamtschatka liegt? Ich wusste zwar „Russland“. Aber wo? Russland ist groß. Und so hab ich halt mal nachgeguckt. Bei Wikipedia lesen wir:

Kamtschatka (russisch Камчатка) ist eine Halbinsel in Nordostasien. Sie gehört zur Region Kamtschatka im Föderationskreis Ferner Osten der Russischen Föderation. Seit 1987/88 ist die Halbinsel Namensgeber für das dort erstmals entdeckte Mineral Kamchatkit. 1996 wurde die Vulkanregion von Kamtschatka, die größtenteils als Naturpark ausgewiesen ist, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Das ist ganz nah an Alaska: Der Blick von oben auf den Nordpol (Ohne Meereseis). Links vom roten Pfeil ist Alaska. Das war übrigens einmal russisches Gebiet. Die USA hat es zu einem Spottpreis von Russland gekauft. Rechts vom roten Pfeil liegt Russland.

 

Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2179741 Die Polarregion aus Richtung der Erdachse (Meeres-Eis des Nordpols wurde in der Bildbearbeitung wurde entfernt) Datei: OmegaNasaNOrwayJapanDakota.png

Diese Halbinsel ist so groß, wie drei Viertel von Deutschland. Auf Kamtschatka befinden sich etwa 29 aktive Vulkane (von mehr als 160) und viele Geysire. Jährlich brechen im Durchschnitt sechs der Vulkane aus. Aschewolken wirken sich auf den Flugverkehr aus und können auch zu Ascheregen in bis zu 45 km Entfernung führen.

Wikipedia schreibt:

Die Halbinsel ist mit etwa 310.000 Menschen dünn besiedelt. Etwa 65 Prozent leben in der größten Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski, der Hauptstadt der Region Kamtschatka und dem wirtschaftlichen Zentrum der Halbinsel. Den größten Teil der Bevölkerung bilden Russen. Etwa 2,5 Prozent stammen von den Ureinwohnern (Kamtschadalen) ab und gehören zu den Volksgruppen der KorjakenItelmenen und Ewenen.

Die meisten wohnen in der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski.

Die Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski. Bild via Wikipedia Commons, Lizenz: CC BY 2.0

Und diese Halbinsel mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von etwa 2 °C (!) hat nun einen irren Schneefall erlebt. Kamtschatka ist von der Landkarte verschwunden. Im Januar 2026 fegte ein gewaltiger Zyklon über den russischen Fernen Osten, brachte über drei Meter Schnee und legte die gesamte Region lahm. Bewohner graben Tunnel, um ihren Häusern zu entkommen, Autos sind unter Eismassen begraben, und das Militär wurde zur Hilfeleistung eingesetzt. Unglaubliche Bilder auf Youtube machen gerade die Runde. Einige davon sind Fakes, aber die echten sind beeindruckend genug:

Es ist der schwerste Schneefall in dieser Region seit über hundert Jahren, wie meteorologische Daten belegen. Ein gewaltiger Zyklon über den russischen Fernen Osten brachte mehr als drei Meter Schnee und türmte sich durch Wind und lawinenähnliche Rutsche an verschiedenen Orten noch wesentlich höher auf. Es gab leider sogar Tote, die unter heruntergefallenen Schneemassen begraben wurden und nicht mehr zu retten waren. Diese Schneemassen legen die gesamte Region lahm. Bewohner graben Tunnel, um ihren Häusern zu entkommen, Autos sind unter Eismassen begraben, und das Militär wurde zur Hilfeleistung eingesetzt. 

Wir werden aber sicher zu hören bekommen, dass auch das eine der Wirkungen der Erderwärmung sei und diese Extremwetter eben auch eine davon sei. Dass es vor ca. 100 Jahren aber schon einmal so eine Schneekatastrophe dort gegeben hat, das wird sicher nicht erzählt.